Geschaut: Beasts of the Southern Wild

Es gibt Filme, die es schaffen, auch ohne viel Theatralik und Epik zu berühren. Die Geschichte der kleinen Hushpuppy, die mit ihrem Vater in einer Siedlung namens Bathtub lebt, schafft es zu Tränen zu rühren, ohne dabei dick auftragen zu müssen.
Die Story einer kleinen Heldin
Die Menschen im Bathtub sind vielleicht nicht sehr gebildet und haben auch vielfach ein Problem mit Alkoholkonsum, aber sie halten zusammen. Auch Hushpuppys Vater ist alles andere als ein Bilderbuch-Papa und nicht jede seine Handlungen lässt sich entschuldigen. Dennoch weiß man, dass er seine Tochter über alles liebt. Das wird deutlich, als er schwer erkrankt, und daraufhin alles daran setzt, Hushpuppy auf ein Leben ohne ihn vorzubereiten.
Hushpuppy selbst hat sich ein eigenes Bild von der Welt gemacht. Sie ist sich sicher, dass im großen Ganzen alles seinen Platz hat. Dass mit ihrem Vater etwas nicht stimmt, weiß sie. Und dass dadurch das Gleichgewicht in der Natur gestört wird, scheint auch nur allzu deutlich, kommt es doch im Bathtub zu einer Überschwemmung, die Hushpuppy und ihren Vater zwangsweise aus ihren eigenen vier Wänden vertreibt.
Poesie der bewegten Bilder
‘Beasts of the Southern Wild’ ist ein poetisches Meisterwerk, unbeschreiblich intensiv und gleichermaßen traurig und hoffnungsvoll. Die wunderbaren darstellerischen Leistungen von Quvenzhané Wallis (für den Oscar nominiert!) und Dwight Henry, und der emotional mitreißende Soundtrack von Dan Romer und Ben Zeithlin, wissen ebenso zu überzeugen, wie die fantastische Regieleistung. Eine wahre Filmperle, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Weniger Gutes habe ich allerdings über die deutsche Synchro gehört, die es scheinbar nicht schafft, den Charme des Originals wiederzugeben. Deshalb, falls möglich, im O-Ton schauen!
Ursprünglich erschienen auf: http://derfilmomat.wordpress.com/

Kommentare:

  1. Das klingt nach einem wirklich interessanten Film - danke fürs Vorstellen :-) ...! - Liebe Grüße aus Wien,

    Katja

    www.collectedbykatja.com

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  2. Das mit der Synchro ist ja häufig ein Problem. Zumindest ich merke da sehr oft, wie die Emotionen verloren gehen, ein Gag gar nicht wirklich ankommt und einfach etwas fehlt. Bin deshalb eh ein großer Verfechter des O-Tons. Den Filme habe ich bisher noch nicht gekannt, er hört sich aber sehr gut an.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Freut mich, dass ich dich auf den Film aufmerksam machen konnte. Ich kannte ihn vorher auch überhaupt nicht, bin aber froh, dass ich ihn anschauen durfte. Er ist echt super.

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  3. Das hört sich wirklich nach einem ganz besonderen Film an. Ich mag ja alles, was ein bisschen spezieller und besonderer ist als andere Filme. Da muss ich echt mal schauen, dass ich die DVD in die Finger kriege.

    Dankeschön für deine Worte!
    Ich mag den Effekt auch wirklich gerne, man kann super damit herumspielen. Ist mal eine ganz andere Art der Fotografie für mich.

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  4. Ohh das hört sich nach einem tollen und interessanten Film an. Kannte ich vorher noch gar nicht.

    Und dein neues Blog-Design gefällt mir übrigens auch sehr gut. :)

    LG, Sabrina
    Happiness-Is-The-Only-Rule

    PS: Habe den Kommentar gerade versehentlich ins Kontaktformular geschrieben, nicht wundern ... einfach ignorieren. ;o)

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  5. Kenn ich garnicht aber es hört sich interessant an :)

    Zum Buch: Es ist mehr lustig als romantisch. Klar, die heimliche Hochzeit und so ist super romantisch, aber ich fand die Story zwischen Cal und Jane viel lustiger ^^

    Lg Anna
    www.the-anna-diaries.de

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  6. Das hört sich ganz nett an, ist auf jeden Fall was anderes, als diese typischen Hollywood-Filme. Die schaue ich zwar auch ganz gerne, aber ich bin bei Filmen generell ziemlich offen und schaue mir auch gerne was komplett neues an :)

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