Roman: Bienensterben von Lisa O'Donnell

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Vor ein paar Tagen habe ich den Roman Bienensterben fertig gelesen. Das Buch schildert die Geschichte der Geschwister Marnie und Nelly die nach dem Ableben ihrer unberechenbaren Eltern Angst haben, voneinander getrennt zu werden. Kurzerhand beschließen sie, niemanden von deren Tod zu erzählen und vergraben die Leichen einfach im Garten. Doch natürlich zieht diese Handlung einen Rattenschwanz an Problemen nach sich: Wie die Miete zahlen? Was tun, wenn jemand nach den Eltern fragt? Und wie mit dem Drogenhändler umgehen, dem der Vater noch Geld schuldet?

Abhilfe schafft, zumindest zum Teil, der gutmütige Nachbar Lennie, ein älterer homosexueller Mann der sich nach dem Tod seines Lebenspartners über Gesellschaft freut und sich um die Mädchen kümmert. Doch auch er kann nicht jedes Problem lösen. Als dann auch noch der Großvater der Mädchen auftaucht, mit dem diese bisher gar keinen Kontakt hatten, wird es brenzlig. Der alte Herr will am Leben der beiden Mädchen teilhaben, doch Marnie traut ihm nicht über den Weg.

Der Roman von Christina O'Donnell hat mir gut gefallen. Er ist aus der Perspektive der beiden Mädchen sowie der des Nachbars geschrieben, was für Abwechslung sorgt, da jeder Charakter einen eigenen erzählerischen Stil hat. Die einzelnen Kapitel sind kurzweilig und spannend, das Erzähltempo recht flott. Man gewinnt die beiden Mädchen schnell lieb und kann ihre Handlungen nachvollziehen, auch wenn man sie manchmal schütteln und zur Vernunft bringen will.

Biensterben ist ein unterhltsames Buch, das ich weiterempfehlen kann. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass ein paar schwierige Themen angesprochen oder angedeutet werden, beispielsweise Kindes- und Drogenmissbrauch. Wer damit allerdings kein Problem hat, sollte dem Buch definitiv eine Chance geben. Der Roman ist in Deutschland beim Dumont Verlag erschienen und kostet 9,99 Euro. 

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