Gelesen: Nix wie Heimat

11:41

Die Deutschen sind ein reisewütiges Volk. Ihr liebstes Reiseziel: Deutschland. Ja, es stimmt, der Deutsche tummelt sich gerne im eigenen Land und erkundet neue Ecken. Aber was tun wenn man die offensichtlichen Flecken schon abgeklappert hat? Dann greift man zu "Nix wie Heimat" und lässt sich von Steffis und Lisas Low Budget Reisereportage dazu inspirieren, Deutschland nochmal mit ganz anderen Augen zu endecken.



Lisa Altmeier und Steffi Fetz folgen in ihrem Buch "Nix wie Heimat" den Reisvorschlägen ihrer Unterstützer aus dem Internet. Ein Leser will beispielsweise wissen, wer denn eigentlich die Sorben sind. Und schon machen sich Steffi und Lisa auf etwas über diese Minderheit in Deutschland zu erfahren und besuchen die Sorbing Helena. Sie übernachten auch in einem Bombentrichter auf Helgoland. Und sie schauen sich eine Demenz-WG in Sachsen-Anhalt an und reden mit Fritz und Renate, die dort wohnen.

Das Buch ist schön gestaltet, in der Innenseite des Einbandes findet sich eine Deutschlandkarte mit der Reiseroute von Steffi und Lisa. Außerdem finden sich hier ein paar kleinere Fotos von ihren Reisen. Das Cover zeigt die beiden Reisejournalistinnen mit Rucksack und Kamera - ganz so wie sie unterwegs wohl ausgesehen haben. 

Steffis und Lisas Reise ist so bunt wie Deutschland selbst. Abwechselnd schreiben sie in "Nix wie Heimat" von ihren Erlebnissen - mal lustiger, mal eher im nachdenklichen Ton. Die Idee, dass die Reiseroute mittels Vorschlägen aus dem Internet zusammengestellt wurde, finde ich interessant und zeitgemäß. Anfangs fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, doch als ich erstmal drin war, hat er mir richtig gut gefallen.

"Nix wie Heimat" ist im Blanvalet Verlag erschienen, kostet 9,99 (D) und ist über Amazon und in vielen Buchhandlungen erhältlich. Das Buch hat 272 Seiten. *

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