Gelesen: Das Paradies gleich um die Ecke

Klappentext:

Adèle hat kein Glück in der Liebe. Und eines ist klar: Die Tatsache, dass sie ein Bestattungsunternehmen führt, schreckt potenzielle Verehrer definitiv ab. Doch ihr Leben ändert sich, als sie Léo begegnet. Er war einst Zirkusakrobat, verlor aber nach einem Unfall sein Augenlicht – und seine große Liebe. Seitdem arbeitet er als Masseur in den Thermes du Paradis in Paris. Noch nie hat Adèle einen so attraktiven Mann gesehen, und sie wird alles tun, um ihn zu erobern. Und wie heißt es so schön? »Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar …«



Meine Meinung:

Ich hätte gar nicht erwartet, dass mich dieser Roman von Akli Tadjer dermaßen begeistern würde, aber mit seinem frazösischen Charme hat er es auf ganzer Linie getan. Frei von Kitsch erzählt Tadjer die Geschichte der Bestatterin Adele, die alles andere als hübsch ist ist und die Welt lässt sie dies immer wieder spüren. An ihrem dreißigsten Geburtstag begegnet sie dem attraktiven blinden Leo und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Doch Leo war nicht immer blind: einst was er begnadeter Zirkusartist und die Frau an seiner Seite eine schöne Seehund-Dompteurin namens Clara. Als Adele erfährt, dass für Leos Augen noch Hoffnung besteht gerät sie in einen Zwiespalt: einerseits wünscht sie Leo alles Glück der Welt, andererseits fürchtet sie, er könne ihr den Rücken kehren um zu der schönen Clara zurückzukehren...

Was ich an diesem Buch besonders mochte war der Schreibstil. Ohne große Theatralik erzählt Adele in kurzen Kapiteln aus ihrem Leben und obwohl der Spannungsbogen eher dünn ist, konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen. Adele ist sympathisch, unscheinbar aber neurotisch und von ähnlichen Ängsten geplant wie so viele Frauen in den 30ern. Ihre Freundinnen und Familie sind Menschen mit Ecken und Kanten und wirken dadurch sehr nahbar.

Das Paradies gleich um die Ecke hat mir sehr gut gefallen. Ich empfehle es allen, die zwar einen kurzweiligen aber nicht kitschigen Roman über die Liebe zu schätzen wissen oder denen nach einem Buch aus Frankreich der Sinn steht.

Das Buch ist bei Blanvalet erschienen und hat 288 Seiten.

Kommentare:

  1. Hallöchen,
    das Buch hört sich doch nicht so schlecht an! Und warum habe ich jetzt Hunger auf Giotto?! :D

    Viele Grüße
    Bloody

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  2. Schon Deine kurze Beschreibung klingt so richtig schön schräg :) Ich mag sowas sehr!

    Ganz liebe Grüße aus der EDELFABRIK Chrissie

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  3. Das hört sich wirklich ansprechend an!

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  4. Der Lesestoff hört sich super an. Ich mag derartige Bücher ziemlich gerne und habe schon lange keins mehr gelesen. Guter Tipp!

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