Gelesen: Red Rising - Im Haus der Feinde

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Darrow war nichts als ein Roter, verdammt zu einem Leben in den Minen, das geprägt ist von harter Arbeit. Jetzt ist er ein Goldener, gehört zu der obersten Klasse der Menschheit. Doch einfacher ist sein Leben dadurch nicht geworden.


Red Rising - Im Haus der Feinde ist der zweite Teil einer Science Fiction Trilogie um einen Mann, der von der untersten Klasse in die oberste aufsteigt mit dem Wunsch das System von Innen zu revolutionieren. In ferner Zukunft ist das All besiedelt. Rote - die unterste Klasse der Menschheit - schuften auf dem Mars um den höheren Klassen ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Nach dem Tod seiner Frau im ersten Teil der Buchreihe wurde Darrow von einer Gruppe Wiederstandskämpfer genetisch verändert und zu einem Goldenen gemacht - zu einem Mitglied der höchsten Klasse. Nun lebt er unter Ihnen, den Reichen und Schönen. Sie ahnen nicht, dass er eigentlich keiner von ihnen ist.

Im zweiten Teil kämpft Darrow für das Haus Augustus und muss sich bei den Menschen anbiedern, die er stürzen will. Doch Darrow weiß inzwischen, dass er mit purem Schwarz-Weiß Denken nicht weiterkommt. Er hat erkannt, dass es auch unter den Goldenen anständige und loyale Menschen gibt; Leute, die er inzwischen als Freunde betrachtet. Nur wird die Freundschaft auch halten, wenn sie irgendwann die Wahrheit erfahren? Er ist hin und hergerissen zwischen dem Wunsch, ehrlich zu seinen Freunden zu sein, und dem Zwang zu lügen um den Plan der Widerstandskämpfer nicht zu gefährden. Als sein neuer Herr Augustus sich den Zorn des Oberhauptes zuzieht und in Gefahr gerät, muss Darrow mit seinen Verbündeten in den Kampf ziehen. Und nicht alle werden diesen überleben.

Die erfolgreiche Triloge Red Rising stammt von Pierce Brown, ein durchaus attraktiver Autor mit einem Gespür für actionreiche Szenen. Der zweite Teil stand an Spannung dem ersten in keinerlei Hisicht nach. Ein bisschen unübersichtlicher ist es geworden - stand im ersten Teil noch die Akademie im Zentrum, ist es jetzt die gesamte Weltengesellschaft in der sich Darrow seinen Platz erkämpft. Das bedeutet: viele Figuren, viele Schauplätze. Politische Intrigen spielen schon wie im ersten Teil eine große Rolle - nicht jeder wird damit etwas anfangen können, mir gefällt das aber, weil es die Geschichte realer wirken lässt.

Die Charaktere sind vielschichtig und interessant - neben Held Darrow strahlt insbesondere Fan-Liebling Sevro, der auch in Band zwei wieder mit seinem losen Mundwerk die ernste Geschichte auflockert. Das Erzähltempo ist wie bereits im ersten Band schnell, die Story reißt den Leser förmlich mit. Wer es spannend mag, Gewalt verkraftet und vor politischen Ränkespielen nicht zurückschreckt wird Spaß haben an Browns mächtigem Weltraumepos. Ich jedenfalls bin schon gespannt auf Teil 3. Mein Dank geht an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares.


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