Gelesen: Dark Matter - Der Zeitenläufer

Das Leben besteht aus Entscheidungen. Jason Dessen, Held von Blake Crouchs Roman Dark Matter, hat sich vor vielen Jahren entschieden, auf eine vielversprechende Karriere in der Wissenschaft zu verzichten um sich stattdessen besser um seine Frau und seinen Sohn kümmern zu können. Zwar fragt er sich manchmal, was aus ihm hätte werden können, wenn er sich anders entschieden hätte, aber im Großen und Ganzen ist er zufrieden mit seinem Job als Professor und seiner Familie. Doch dann wird er eines Abends entführt. Ein maskierter Mann führt ihn an einen abgelegenen Ort und setzt ihn unter Drogen. Jason verliert das Bewusstsein. Als er aufwacht, ist alles anders. Jason lernt auf die harte Tour, wie alles hätte sein können, wenn er sich vor vielen Jahren anders entschieden hätte...



Zunächst einmal: Der Untertitel - der Zeitenläufer - ist total irreführend. Niemand reist durch die Zeit. Davon abgesehen sprechen die äußerlichen Werte aber auf jeden Fall für das Buch. Das deutsche Cover wirkt sehr edel und zurückhaltend, dabei aber genauso geheimnisvoll wie sein Inhalt. Und was erwartet einen innen drin? Ein spannendender Thriller mit wissenschaftlichen Elementen. Diese wirken zwar überzeugend, sind aber nie so kompliziert, dass man als Durchschnittsleser den Faden verlieren würde. In dieser Hinsicht hat mich das Buch an Dan Brown erinnert, der in seine Thriller eingänglich kunsthistorische Fakten und ähnliches packt. Blake Crouchs Stil ähnelt dem seinen - die wissenschaftlichen Themen unterstützen die Geschichte, ufern aber nicht aus.

Der Scheibstil ist eingänglich, das Erzähltempo hoch. Die beschriebenen Personen sind Indentifikationsfiguren mit Spielraum um etwas in sie hinein zu projizieren. Sie wirken nich bis auf das kleinste Detail ausgearbeitet. Auch das erinnerte mich an Dan Brown - auch wenn ich Jason Dessen sympathischer finde als Robert Langdon. Das Buch weiß zudem mit überraschenden Wendungen zu überzeugen. Das Ende hätte ich so Anfangs auf keinen Fall voraussagen können - ein großes Plus. Dass das Buch unterhaltsam ist hat auch Hollywood erkannt - die Filmrechte wurden bereits von Sony Pictures gekauft. Und tatsächlich fühlt sich der Roman auch an wie ein zweistündiger Thriller. Er zieht rasant dahin und konzentriert sich auf die Hauptstory, der Autor schweift eigentlich nie ab. Alles in allem bietetet Dark Matter spannende Unterhaltung für jedermann. 

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