Gelesen: Hans Christian Andersen - Die schönsten Märchen

Märchen sind "im Volk überlieferte Erzählung, in der übernatürliche Kräfte und Gestalten in das Leben der Menschen eingreifen und meist am Ende die Guten belohnt und die Bösen bestraft werden" (www.duden.de). Sie entführen uns in fremde Welten, in denen es noch Gut und Böse gibt. In denen Magier und Meerjungfrauen leben. Die meisten von uns sind mit Märchen groß geworden - entweder man hat sie uns am Kinderbett vorgelesen oder wir sahen einige der vielfachen Verfilmungen, die auch heute noch rauf und runter im Fernsehprogramm laufen. Märchen sind Heimat.



Neben den Gebrüdern Grimm zählt Hans Christian Andersen zu einem der größten Märchenerzähler, die es je gab. Zu seinem Erbe gehören Werke wir Däumelinchen oder Das hässliche Entlein. Seine Märchen unterscheiden sich von denen der Gebrüder Grimm unter anderem dadurch, dass es oft kein Happy End gibt. So stirbt das Mädchen mit den Schwefelhölzern einen traurigen Tod und die kleine Meerjungfrau stürzt sich mit gebrochenem Herzen ins Meer.

Im Penguin Verlag ist ein neuer Band mit einigen seiner schönsten Geschichten erschienen. Die Übersetzung von Storrer-Malung und Perlet ist gelungen, liest sich flüssig, ist aber eher für die etwas älteren Leser gedacht. Kleine Kinder könnten mit einigen Begrifflichkeiten ihre Schwierigkeiten haben. Das Buch ist handlich und sehr schön gestaltet (allerdings nicht illustriert!). Das verträumte Cover-Design, in dem sich Hinweise auf die verschiedenen Märchen wiederfinden, gefällt mir sehr gut und war auch einer der Hauptgründe, warum ich diese Edition haben wollte. Wer eine kompakte Sammlung mit ein paar bedeutenden Märchen sucht, ist hier richtig, ein Gesamtwerk darf man aber nicht erwarten.

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