Gelesen: Die Gabe der Könige von Robyn Hobb

Das Leben als Bastard eines Prinzen ist nicht einfach. Davon weiß Fitz-Chivalriv zu berichten, der als eben solcher an einem Hof aufwuchs. Den eigenen Vater lernte er zwar nie kennen, doch dass er der Abkömmling des Prinzen Chivalric ist steht außer Frage und ebenso, dass er der Grund ist, warum der Prinz seinen Platz in der Thronfolge an seinen jüngeren Bruder Veritas abgab bevor er den Hof für immer verließ. Als Teil der königlichen Familie hat Fitz nicht die Freiheit zu entscheiden was aus ihm wird, sein Großvater König Listenreich nimmt ihm dies ab und beschließt, dass Fitz im Geheimen zu einem Assassinen ausgebildet werden soll, der der Krone treu ergeben ist. Ein gefährlicher Job, der Fitz viel abverlangt und ihn an seine moralischen Grenzen führt. Und dann gibt es da auch noch die Gabe, eine starke Macht die in ihm schlummert, und derer er einfach nicht Herr wird. Wie wird sie sich auf seine Arbeit auswirken?

 


Robin Hobbs Buch Die Gabe der Könige hat mich positiv überrascht. Zwar ist es kein Page Turner auf dem eine spannende Szene auf die nächste folgt, aber ihr Werk glänzt vor allem durch sympathische Charaktere und eine liebevoll ausgestaltete Welt, die man sich als Leser sehr gut vorstellen kann. Erzähler und Sympathieträger Fitz kämpft sich mühselig durch ein Leben in einem Königreich, dass nicht nur von äußeren Gefahren bedroht wird sondern auch von internen Intrigen. Während gefährliche Seeräuber Menschen entführen und als seelenlose Wesen wieder zurückbringen, ist sich die königliche Familie über die richtige Strategie zur Bekämpfung der Gefahren uneinig.

Fitz steht stets irgendwo zwischen den Stühlen, von royalem Blut und doch kein legitimer Erbe, gesegnet mit einer großen Gabe aber nicht in der Lage sie richtig zu nutzen. Als Leser fiebert man mit, wenn er seinen Platz in dieser Welt sucht. Die Gabe der Könige ist der Auftakt einer Fantasy Trilogie und ich kann es gar nicht abwarten zu erfahren, wie es mit Fitz weitergehen wird. Wer einen Schmöker für kühle Herbstabende sucht, der einen in eine fremde Welt entführt, ist hier genau richtig. Mich jedenfalls hat das Buch restlos überzeugt.

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