Gelesen: WIR - Ein Manifest für Frauen, die mehr vom Leben wollen

Gillian Anderson kannte ich bisher in erster Linie als Schauspielerin. So sah ich sie zuletzt in der Serie Hannibal. Scheinbar schreibt sie aber auch gerne, denn zusammen mit Jennifer Nadel hat sie diesen Lebensratgeber für Frauen herausgebracht. Ein Buch, welches nur so vor positiver Energie zu strotzten scheint. Darauf deutet auch schon das wunderschöne Cover hin. Ob allerdings auch die inneren Werte überzeugen können?

Mit Ratgebern tue ich mich schwerer als mit Belletristik. Zum einen müssen sie sehr gut geschrieben sein um mich bei der Stange zu halten, zum anderen muss mich hier die Botschaft auch erreichen. WIR, Ein Manifest für Frauen, die mehr vom Leben wollen hat dies zumindest teilweise geschafft. Das Buch richtet sich an Menschen, die ihr Leben positiver und bewusster Leben wollen. Dabei sind die Autorinnen sehr offen was ihre eigenen Schwierigkeiten im Leben angeht - Anderson berichtet beispielsweise von den Schwierigkeiten, die sie bei der Erziehung mit ihren Kindern hatte. Das hat mich sehr angesprochen, denn nichts ist abschreckender, als jemand der einem weiß machen will, dass alles bei ihm/ihr perfekt wäre. Im Zentrum des Buches stehen neun Prinzipien, an denen sich Anderson und Nadel orientieren, um ein selbstbestimmteres Leben zu führen.



Das Buch enthält zudem eine Reihe von Übungen, die uns Lesern helfen sollen. Zum Beispiel soll man eine Liste von Dingen machen, für die man Dankbar ist. So etwas finde ich durchaus wichtig, denn man nimmt sich zu selten die Zeit sich auf das wichtige zu besinnen. Generell empfiehlt das Buch, eine Art (Übungs-) Tagebuch zu führen, um sich mehr mit sich selbst zu beschäftigen. Ein Ratschlag, den ich sehr gerne umsetzen möchte, auch wenn ich in der Vergangenheit oft nicht am Ball geblieben bin wenn es darum ging, es regelmäßig zu nutzen.

Warum hat mich das Buch nicht zu 100% überzeugt. Ich weiß es nicht so genau. Man muss in der richtigen Stimmung für das Buch sein, bereits sich zu öffnen und Dinger auszuprobieren. Vielleicht bin ich das noch nicht ganz. Nicht jede Übung und jede Anekdote hat bei mir etwas ausgelöst, aber das mag an einem anderen Tag, wenn man das Buch nochmal zur Hand nimmt, anders sein. Wer bereits ist, sich auf diese selbstreflektive Reise einzulassen, kann dem Buch sicher viel abgewinnen. Erschienen ist es im Integral Verlag.

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