Mittwoch, 31. Januar 2018

Gelesen: Die Königschroniken + Pressekonferenz mit Stefan M. Rother

Heute möchte ich euch das Fantasybuch "Die Königschroniken - Ein Reif von Eisen" von Stephan M. Rother vorstellen. Das Buch ist der erste Teil einer High Fantasy - Trilogie.

Das Kaiserreich der Esche ist in Bedrängnis. Der magische Baum, der das Zentrum des Reichs bildet, droht zu verwelken. Doch davon ahnt die junge Sölva nichts. Als Tochter des Stammesfürsten Morwa zieht sie mit ihrer Familie durch die nördlichen Gebiete. Ihr Vater hat das Ziel alle Stämme des Nordens zu vereinen. Doch seine Gesundheit bereitet ihm Probleme. Niemand darf jedoch wissen, dass ihr mächtiger Anführer bereits mit einem Bein im Grabe steht. Denn noch hat Morwa nicht entscheiden welcher seiner Söhne sein Nachfolger werden soll.



Währenddessen ist Leyken, Überlebende eines Stammes aus dem Süden, der vernichtet wurde, auf der Suche nach ihrer Schwester. Diese wurde von ihren Angreifern entführt und in die Rabenstadt, das Zentrum des Reiches, verschleppt. Leyken hat geschworen ihre Schwester zu finden und sie, sollte sie vergewaltigt worden sein, gemäss dem Brauch ihres Volkes zu töten. Doch wird sie ihre Schwester überhaupt finden? Und wenn es soweit ist, kann sie es über sich bringen ihre einzige noch gebliebene Blutsverwandte zu töten?

"Was sie voll allen anderen Städten und Burgen der bekannten Welt unterschied, war die heilige Esche. Die Stadt war weniger um den Baum herum gewachsen. Der Baum war die Stadt." (S. 72)


Die Königschroniken ist ein anspruchsvolles aber unterhaltsames Fantasy-Buch, das mit wechselnden Perspektiven arbeitet und somit einiges an Abwechslung zu bieten hat. Mal begleiten wir Morwa durch den Norden, mal sind wir an Leykens Seite, oder fiebern mit dem jungen Dieb Pol mit, der in der Rabenstadt um sein Leben bangt. Mich persönlich hat Pols Perspektive am wenigsten interessiert. Umso spannender fand ich Sölvas, Morwas und Leykens Kapitel. Das Buch beginnt an verschiedenen Schauplätzen aber man kann bereits erahnen, dass die einzelnen Handlungsstränge früher oder später ineinander geflochten werden. Die verschiedenen Perspektiven vermitteln ein rundes lebendiges Bild von dieser Welt, die Stephan M. Rother uns mit seinem sehr gelungenen Schreibstil beschreibt.



Ich hatte auf der Frankfurter Buchmesse das Glück einer Pressekonferenz und Lesung mit Stephan M. Rother beizuwohnen. Er ist ein sehr sympathischer Mann, der viele Späße gemacht hat. Seine Frau hat uns damals sogar mit selbstgebackenen silbernen Keks-Reifen verwöhnt. Ich habe mich sehr über diese Möglichkeit gefreut, den Autor live zu sehen und möchte mich dafür beim Rowohlt Verlag bedanken.  Rothers Schreibstil ist eingängig und schafft es, dass dem Leser ein gutes Bild vom Kaiserreich entsteht. Seine Charaktere sind lebendig und interessant. Ein Reif von Eisen ist ein spannender Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie, die ich Fantasy Fans gerne ans Herz legen möchte. Die Königschroniken - Ein Reif von Eisen ist im Rowohltverlag erschienen. *

Kommentare

  1. Hallo,
    ich bin gerade über facebook auf deine Rezension aufmerksam geworden und musste sofort vorbeischauen. Ich habe früher gern Fantasy gelesen und bin in den letzten Jahren etwas davon abgekommen. Wenn jemand ein Buch aber als ,,anspruchsvolle Fantasy" empfiehlt, bin ich sofort dabei. Von daher: Danke für den Tipp und wie toll, dass du den Autor live erleben konntest.
    Viele Grüße
    Jana

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