Mittwoch, 28. Februar 2018

Gelesen: Herr Origami von Jean-Marc Ceci

Durch dieses Buch wurde ich dank Tina von Kill Monotony aufmerksam. Herr Origami ist bei Hoffmann und Campe erschienen und 158 Seiten 'dick'. Optisch ein sehr schönes Buch mit minimalistischem Cover.



Worum geht's? Der Japaner Kurogiku zieht in ein baufälliges Haus nach Italien. Dort pflanzt er Kozo Bäume, aus deren Rinde er in einem aufwändigen Verfahren traditionelles Washi Papier herstellt. Die weniger schönen Blätter des Papiers verkauft er, aus den schönen faltet er Origami. Eines Tages kommt ein junger Mann namens Casparo vorbei an der Ruine, die Meister Kurogiku als Zuhause dient. Er bittet um eine Unterkunft und Meister Kurogiku nimmt ihn auf. Was folgt sind tiefgründige Gespräche über das Leben und über die Kunst des Falten und Entfalten von Origami. Eine Reise in die Vergangenheit und Betrachtungen über das Leben.

Herr Origami ist ein poetischer Roman. Das Buch ist in viele Kapitel unterteilt und diese sind eher kurz, manchmal nur ein paar Sätze lang. Jedes Wort ist mit Bedacht gewählt, Cecil hat nur das niedergeschrieben was nötig war um seine Geschichte zu transportieren. Sein Stil hat etwas poetisches an sich. Ein weises bedächtiges Buch, das man zwar auf Grund seiner Länge schnell lesen kann, das dem Leser aber viel geben kann wenn man sich darauf einlässt.

Eigenwillig, poetisch, tiefgründig - Herr Origami ist ein kleines formvollendetes Meisterwerk, das ich uneingeschränkt empfehlen möchte. *

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