Mittwoch, 28. März 2018

Gelesen: Electric Dreams von Philip K. Dick

Wenn ihr Blade Runner kennt, dann sollte euch Philip K. Dick ein Begriff sein, denn er hat die Story erfunden und zu Papier gebracht (wie auch Total Recall und Minority Report). Um an den Erfolg der Verfilmung anzuknüpfen, erschien nicht nur vor ein paar Monaten ein Sequel im Kino, es gibt jetzt auch eine Serie, die auf Kurzgeschichten des Autors basiert: Electric Dreams. Im gleichnamigen Band, der im Fischer Verlag erschienen ist, kann man diese zehn futuristischen Kurzgeschichten des Autors lesen.



Ein Junge, dessen Vater von einem Doppelgänger ersetzt wurde. Eine alte Dame, die davon träumt den sagenumwobenen Planeten Erde einmal zu sehen. Ein Mann, der sich ein einfacheres Leben ohne Haushaltsrobotoren und allgegenwärtigen Werbeprojektionen wünscht. Eine Stadt, die von ausserirdischen Wesen unterwandert wird. Philip K. Dicks Geschichten sind abwechslugsreiche Nahrung für alle Science-Fiction Fans.

Philip K. Dicks Schreibstil ist eher sachlich gehalten. Er zeichnet klare, aussagekräftige Bilder, auch wenn die Welten, in denen die Geschichten spielen, manchmal nur ansatzweise greifbar für den Leser sind. Die Themen sind stets futuristisch, haben aber einen altmodischen Touch, der daher stammt, dass die Geschichten in den 50er Jahren geschrieben wurden. Dies ist leider auch im Frauenbild präsent, im Großteil der Stories tauchen Frauen nur als Hausfrauen, Mütter oder Geliebte auf. Übel nehme ich dies dem Buch aber nicht, es ist einfach zu anderen Zeiten entstanden.

Die Serie, die auf den Kurzgeschichten basiert, habe ich noch nicht gesehen. Ich wollte unbedingt zunächst die Quelle ergründen und sie dann mit der Umsetzung für den Bildschirm vergleichen. Es wird spannend sein zu sehen, wie genau man sich an die Vorlage gehalten hat. Das Buch jedenfalls lege ich jedem Sci-Fi Fan ans Herz.

Preis € (D) 12,00
ISBN: 978-3-596-90670-3

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