Donnerstag, 31. Mai 2018

Gelesen: Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt

Das Buch "Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt" gehört zu den meist gehypten Büchern auf Instagram. Immer wieder stolperte ich über Bilder des Buchs. Der war ich sehr neugierig und wollte unbedingt wissen, warum das Buch in aller Munde war.



Worum geht's? Jojo ist Sohn einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters, letzterer sitzt im Knast, soll aber bald entlassen werden. Seine Mutter Leonie möchte ihn abholen und Jojo und seine kleine Schwester Kayla sollen sie begleiten. Doch eine glückliche Familie waren die vier nie. Da Mutter und Vater Drogen konsumieren, sind Jojo und Kayla bei ihren schwarzen Großeltern aufgewachsen. Mit den Eltern ihres Vaters haben sie keinen Kontakt.

In wechselnden Perspektiven erzählt das Buch auf poetische und ehrliche Weise von Armut, Rassismus und Schuld. Hinzu kommen magische Elemente, so kann Jojo Tiere verstehen und seine Mutter Leonie sieht den Geist ihres toten Bruders. Die Vergangenheit spielt eine große Rolle in diesem eindringlichen Roman, sowohl die Geschehnisse die zum Tod von Leonies Bruder, Jojos Onkel führten, als auch die Geschichte seines Großvaters, der als junger Mann in einem Gefängnis war und dort besondere Bekanntschaften machte.

Obwohl die Geschehnisse sich langsam entwickeln, Spannung erst gegen Ende aufkommt, weiss das Buch den Leser in seinen Bann zu ziehen. Die poetisch intensive Sprache mit der das Schicksal der Familie erzählt wird, so wie die lebendig gestalteten Charaktere, machen den Roman zu etwas ganz besonderem. Wer schwermütigen Tobak nicht scheut, wird in diesem wunderbaren Roman eine literarische Perle finden, die es sich definitiv zu lesen lohnt. *

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