Sonntag, 29. Juli 2018

Gelesen: Vom Dazwischen - Victoria Hohmann

Kurzgeschichten sind eine Kunst für sich. Auf nur wenigen Seiten muss eine Kurzgeschichte einen Leser gefangen nehmen und ihn mit dem Gefühl zurücklassen, die investierte Lesezeit habe sich gelohnt. Victoria Hohmann, Autorin von "Vom Dazwischen" weiß, wie man Kurzgeschichten schreibt. Egal ob es um einen Internet Troll geht, eine Frau, die Angst davor hat, ihre Wohnung zu verlassen, oder eine Anwältin, die über ihre Vergangenheit nachdenkt, Hohmann schafft es den Leser in ihren Bann zu ziehen.



Ihre Geschichten stecken voller Wortspielereien, sind kreativ. Jeder Satz wirkt durchdacht, jedes Wort hat einen definierten Platz, eine Daseinsberechtigung. Hohmann verleiht den Charakteren ihrer Geschichten Leben, gibt ihnen Ecken und Kanten. Lässt uns an ihrem -Inneren teilhaben, ihrem Stream of Consciousness. Manche Gedankensprünge sind logisch, andere etwas wirr, dadurch aber umso menschlicher.

Der Mann. Will. Im Grunde bloß Veränderung. Die Wiederholung der Wiederholung. Das ist doch. Der Mann, der Mann, der Mann. Die Geschichte, die Geschichte, die Geschichte. Das hält man doch im Kopf nicht aus. - (Seite 32) 

Hohmanns eigenwilliger Stil und die aktuellen Thematiken der Geschichten, von Internet-Mobbing bis Angstzuständen, ergeben eine tolle Mischung für all jene, die offen für Neues sind. Mich jedenfalls hat die Kreativität der Autorin beeindruckt und mich würde nicht wundern, wenn man in Zukunft noch viel von ihr hören würde.

Mein Dank geht an Victoria Hohmann für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Das Buch ist im VHV Verlag erschienen.

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